Sowjetischer Ehrenfriedhof
Am 20. April 1945 erreichten Stoßtruppen der 47. Sowjetarmee, unter Generalleutnant Franz J. Perchorowitsch, Bernau. Bis zum Morgen des 21. April wurde Bernau durch diese eingenommen. Kurzzeitig unterstand Leutnant Konrad Wolf die erste Stadtkommandantur.
Die Schule in der Mühlenstraße wurde zum Lazarett. Den ehemaligen Turnplatz daneben nutzte man zunächst als Friedhof für die Gefallenen der Kämpfe um die Stadt. Im Frühjahr 1946 befahl die örtliche Sowjetische Militäradministration die völlige Neugestaltung des Soldatenfriedhofs. Der Umbau erfolgte nach den Projektentwürfen des Architekten Kurt Vahland und den Modellen der Kunstwerkstätten Prof. Lauermann KG Detmold/Berlin. Spätestens 1947 war der Ehrenfriedhof fertig gestellt, allerdings wurden bis 1949 noch gefallene Soldaten und Offiziere, sowie Bürger der Sowjetunion hier begraben.
Insgesamt liegen auf dem Platz 562 Menschen. Auf dem Fuß des zentralen Monuments, in Form eines Obelisken, bekrönt durch eine Kugel über der der goldene Sowjet-Stern angebracht ist, steht in kyrillischer Schrift: „Ewiger Ruhm den Helden, die in den Kämpfen für die Ehre und Unabhängigkeit unserer sowjetischen Heimat gefallen sind". Um dieses herum aufgestellt sind acht Ehren- und Grabmale. 2004 wurden diese unter Leitung von Stefan Schötschel teilrestauriert.