Holocaustmahnmal in Lobetal
Auch das Dorf Lobetal und die Hoffnungstaler Anstalten blieben von den geplanten Deportationen und Morden des NS-Regimes nicht verschont. Am 13. April 1942 wurden dort zehn Menschen jüdischer oder „nichtarischer“ Herkunft in einen Gefängiswagen gesperrt und über Bernau und Berlin mit dem Zug nach Osten abtransportiert. Sie kamen zunächst in das Warschauer Ghetto. Einige starben bereits dort, die meisten von ihnen einige Wochen später im Vernichtungslager Treblinka. Insgesamt waren es 13 Menschen aus Lobetal, die aufgrund ihrer Herkunft während der NS-Zeit ermordet wurden. Der Pfarrer und Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Paul Gerhard Braune konnte dies nicht verhindern. Er war selbst bereits für seine Ablehnung und Kritik am Euthanasieprogramm 1940 für ein halbes Jahr inhaftiert worden und stand weiterhin im Visier der Gestapo. Mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung standen, versteckte und rettete er weiterhin Juden, kranke und behinderte Menschen. Auf der großen Bronzetafel ist zu lesen: „Menschen jüdischer Herkunft wurden 1942 aus den Hoffnungstaler Anstalten deportiert – Betroffen gedenken wir dieser Opfer planmäßiger Vernichtung im Nationalsozialistischen Deutschland.“